Maschinenmuseum Kiel-Wik

 
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Glühkopfmotoren

Ein Glühkopfmotor ist eine faszinierende frühe Form des Verbrennungsmotors, der sich durch seinen charakteristischen, namensgebenden „Glühkopf“ auszeichnet. Dieser ist ein verdickter Teil des Zylinderkopfes, der vor dem Start mit einer externen Wärmequelle (meist einer Lötlampe) auf etwa 500-800°C erhitzt werden muss.


Die Besonderheit liegt im Arbeitsprinzip: Der heiße Glühkopf entzündet den eingespritzten Kraftstoff durch Kompressionswärme und Kontakt mit der heißen Oberfläche - ganz ohne elektrische Zündanlage. Sobald der Motor läuft, hält die Verbrennungswärme den Glühkopf auf Betriebstemperatur.


Diese Motoren zeichnen sich durch ihre Robustheit und Zuverlässigkeit aus. Sie können mit verschiedensten Kraftstoffen betrieben werden, von Petroleum über Diesel bis hin zu Pflanzenölen. Ihre niedrige Drehzahl von typischerweise 50-400 U/min und das charakteristische „plopp-plopp“ Geräusch machen sie zu einzigartigen Zeitzeugen der frühen Motorenentwicklung.


Glühkopfmotoren fanden hauptsächlich in der Landwirtschaft, in Fischerbooten und als stationäre Antriebe Verwendung, bis sie von moderneren Dieselmotoren abgelöst wurden