Leitbild
„Maschinen in Betrieb, Technik die funktioniert und Ausstellungsstücke zum Anfassen.“
Zwei denkmalgeschützte Industriegebäude des ehemaligen Kieler Gaswerks bilden den Rahmen für ungezählte Pferdestärken historischer Kraftmaschinen. Hier in unmittelbarer Nähe zum Nord-Ostsee-Kanal – mitten im Maritimen Viertel Kiels – mit Blick auf die Holtenauer Schleusen finden Sie ein für die norddeutsche Region einzigartiges Museum, in dem mehr als ein Jahrhundert Maschinenbaugeschichte anschaulich und lebendig dargestellt wird.
Dabei richtet sich der Blick insbesondere auf den Wirtschaftsraum Kiel als ehemals bedeutender Werft- und Maschinenbaustandort. Vom uralten Ottomotor, von der zischenden Dampfmaschine über den geheimnisvollen Heißluftmotor, von der mit Muskelkraftbetriebenen Bohrmaschine bis hin zum dröhnenden U-Boot-Dieselmotor.
Alle Maschinen und Motoren sind funktionstüchtig. Sie wurden zerlegt, gereinigt und auf ihre Funktion überprüft. Defekte Teile wurden grundüberholt und gegebenenfalls neu hergestellt. Zu den Exponaten zählen eine Lokomobile der Maschinenfabrik Buckau R. Wolf von 1954, die für den Einsatz in Afrika gedacht war, aber nie ausgeliefert wurde, oder drei fahrbereite Exemplare des Minimofas Minimo – der Alubanane – der Firma Poppe & Sohn aus Kiel.
Im Lokschuppen befindet sich ein U-Bootdiesel der Motorenwerke Mannheim von 1944, der als Hauptmaschine für die U-Boot-Klasse XXIII bestimmt war, aber nie eingesetzt wurde.
1978 wurde er in einem Bunker entdeckt und in jahrelanger Arbeit wieder voll funktionsfähig hergerichtet.
Auch die Dampfmaschine im Nebengebäude ist ein Erzeugnis der Maschinenfabrik Buckau R. Wolf. Einst gebaut, um Kieler Studenten die Funktion einer solchen Maschine zu veranschaulichen, dient sie auch weiterhin Demonstrationszwecken, wird im Museum jedoch mit Druckluft betrieben.
Neben Motoren in Originalgröße werden auch Spezialwerkzeuge und funktionstüchtige Modelle gezeigt. Zahlreiche Schautafeln und Fotografien erklären weitere Zusammenhänge.






